1921 - 1. Mannschaft "Stiftungsfest"


1923 - Pokalgewinn in Elster


Pokalspiel 1925



1926 FC Annaburg - BC Luckenwalde



ATV Jahn Vorwärts Annaburg 1920
Vorwärts Annaburg 1923 zum Freundschaftsspiel in Halle




FC Annaburg 1937




1949/50



BSG Chemie Annaburg 1955


1953 Annaburger Junioren
1958 "Sonderjugend" Bez.-Auswahl Cottbus





27.05.1961 Oberligaspiel in Annaburg


Ostsee Trainingslager der Männer




1967/68 BSG Chemie Annaburg






Einen besonderen Höhepunkt erreichte der Annaburger Fußball Anfang der 1960er-Jahre. Die BSG Chemie Annaburg schaffte den Aufstieg in die Bezirksliga Cottbus. In der Saison 1963/64 spielte die Mannschaft damit auf einer für einen kleinen Verein beachtlichen Ebene. Die Bezirksliga war damals eine wichtige überregionale Spielklasse innerhalb des DDR-Fußballs. Nach der Saison musste Chemie Annaburg zunächst wieder absteigen.
Doch die Mannschaft kam zurück. Bereits 1965/66 gelang erneut der Aufstieg in die Bezirksliga Cottbus. Damit hatte sich Chemie Annaburg über mehrere Jahre im höherklassigen DDR-Fußball etabliert. Auch in den folgenden Jahrzehnten blieb der Verein sportlich aktiv.

Besonders in den 1980er-Jahren konnte Chemie Annaburg beachtliche Akzente setzen. In Erinnerung bleibt das Jahr 1982. Die Mannschaft erreichte das Finale des FDGB-Bezirkspokals Cottbus. Im Endspiel traf Chemie Annaburg auf die BSG Turbine Spremberg. Nach einem 3:3 nach Verlängerung musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Dort unterlag Annaburg knapp mit 3:4.

Der Einzug in das Bezirkspokalfinale gehört damit zweifellos zu den größten sportlichen Erfolgen der Annaburger Fußballgeschichte. Auch in den folgenden Jahren blieb Chemie Annaburg in den oberen Spielklassen des Bezirkes vertreten.
1985/86 gelang Chemie Annaburg schließlich erneut der Aufstieg. Die Mannschaft wurde mit 42 Punkten aus 26 Spielen und einem Torverhältnis von 52:20 Staffelsieger der Bezirksklasse Cottbus.
Auch in der Saison 1986/87 spielte Chemie Annaburg wieder in der Bezirksliga Cottbus. Ein Beispiel für die damalige Bedeutung des Vereins ist das Auftaktspiel gegen die ISG Großräschen, das vor 600 Zuschauern im Annaburger Waldstadion stattfand.
Mit der politischen und gesellschaftlichen Wende änderte sich auch die Organisation des Sports grundlegend. Die Zeit der Betriebssportgemeinschaften ging zu Ende.



Die Wende - von der BSG Chemie zum SV Grün Weiß Annaburg

Die politische Wende von 1989/90 brachte auch für den Annaburger Sport tiefgreifende Veränderungen. Die bisherige BSG Chemie Annaburg war eng mit ihrem Trägerbetrieb, dem Sintolanwerk, verbunden. Mit dem Ende des DDR-Betriebssports und den wirtschaftlichen Veränderungen nach der Wende entfiel diese traditionelle Organisations- und Förderstruktur.
Am 13. Juni 1990 wurde die BSG Chemie Annaburg in SV Grün-Weiß Annaburg umbenannt. Aus der Betriebssportgemeinschaft wurde damit ein eigenständiger Sportverein, der die lange Annaburger Fußballtradition unter neuen gesellschaftlichen Bedingungen fortführte.
Damit begann die Geschichte unseres Vereins in seiner heutigen Form. Viele Menschen, die bereits zu Zeiten von Chemie Annaburg aktiv waren, blieben dem Verein verbunden. Spieler, Trainer, Schiedsrichter, Funktionäre und Helfer sorgten dafür, dass der Annaburger Fußball auch nach der Wende weiterlebte.
Ein beeindruckendes Beispiel dafür ist die Laufbahn von Horst Krüger („Beppo“), der 1966 zur BSG Chemie Annaburg kam. Er war später Spieler, Trainer, Übungsleiter, Schiedsrichter, Vorstandsmitglied und von 1995 bis 2005 Vereinsvorsitzender. Nach 50 Jahren Mitgliedschaft wurde er 2016 zum Ehrenpräsidenten ernannt.
Auch nach der Jahrtausendwende blieb der Fußball das Herzstück des Vereins. Der Weg führte dabei durch unterschiedliche Spielklassen und Höhen und Tiefen.
Die Mannschaften konnten immer wieder sportliche Erfolge feiern. Besonders erfolgreich war die Saison 2013/14. Die erste Männermannschaft gewann die Meisterschaft und schaffte den Aufstieg in die Landesliga Süd. Gleichzeitig wurde der Kreispokal gewonnen. In der Saison 2014/15 gelang sogar die erfolgreiche Pokalverteidigung sowie der Gewinn des Supercups.
Ein weiterer Höhepunkt folgte in der Saison 2017/18. Die erste Männermannschaft wurde Meister der Landesklasse 5. Am letzten Spieltag besiegte der SV Grün Weiß Annaburg den Tabellenführer SV Friedersdorf mit 2:0 und sicherte sich damit die Meisterschaft. Anschließend gewann die Mannschaft auch das Kreispokalfinale gegen die SG 1919 Trebitz mit 1:0 und machte damit das Double perfekt.


Die Geschichte des SV Grün Weiß Annaburg ist heute längst nicht mehr ausschließlich eine Fußballgeschichte. Zum 1. September 2011 wurde die Abteilung Gymnastik gegründet. Damit begann eine neue Entwicklung hin zu einem Verein, der Sport und Bewegung für unterschiedliche Altersgruppen und Interessen anbietet. 2018 kam die Leichtathletik hinzu. Auch diese Abteilung entwickelte sich zu einem wichtigen Bestandteil des Vereinslebens und bietet insbesondere Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich sportlich zu entwickeln und an Wettkämpfen teilzunehmen.
Im Laufe der weiteren Vereinsentwicklung kamen außerdem Volleyball und Bogensport hinzu. Der Bogensport hat dabei eine eigene Vorgeschichte. Die Annaburger Bogensportgruppe besteht bereits seit 2016 und wurde später als Abteilung in den Verein integriert.
Heute umfasst der Verein die Abteilungen Fußball, Leichtathletik, Volleyball, Gymnastik und Bogensport.
Von Viktoria Annaburg über den FC Annaburg, der BSG Chemie Annaburg bis zum heutigen SV Grün Weiß Annaburg zieht sich eine Geschichte durch mehr als ein Jahrhundert. Menschen kommen zusammen, um Sport zu treiben, gemeinsam Erfolge zu feiern, Niederlagen zu verkraften, Kinder und Jugendliche zu fördern und Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.
Dabei haben sich Namen, Zeiten und Strukturen verändert. Geblieben ist die Leidenschaft für den Sport und die Verbundenheit der Menschen mit ihrem Verein.



Tradition verbindet – Leidenschaft treibt uns voran.

- SV Grün Weiß Annaburg -